Noroviren werden in der medizinisch-wissenschaftlichen Literatur als häufigste Verursacher nicht bakteriell bedingter Magen-Darm-Erkrankungen beschrieben. Bei der Norovirus-Infektion handelt es sich um eine Magen-Darm-Erkrankung mit Durchfällen und heftigem Erbrechen, krampfartigen Bauchschmerzen, starker Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Man fühlt sich richtig krank.
Die Inkubationszeit für Noroviren (Zeitraum von der Ansteckung bis zu Beginn der Erkrankung) beträgt 1-2 Tage. Die klinischen Symptome bestehen für etwa 1-2, maximal 4 Tage. Dagegen tun kann man nichts. Bei Menschen, die gegen Flüssigkeitsverluste besonders empfindlich sind (Kleinkinder, alte Menschen, Menschen mit Grunderkrankungen), sollte bei schwerem Krankheitsverlauf der Noroviren – Infektion mit starkem Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfälle ein Arzt hinzugezogen werden, damit gegebenenfalls Flüssigkeit zugeführt werden kann.
Noroviren werden über Stuhl und Erbrochenes in sehr großer Menge ausgeschieden. Dabei reichen bereits 10 bis 100 Viruspartikel für das Auslösen der Krankheit. Noroviren sind also hoch ansteckend. Übertragen werden die Noroviren hauptsächlich durch den direkten Kontakt zu den Erkrankten (z.B. durch nicht desinfizierte Hände)oder indirekten Kontakt über kontaminierte Oberflächen und Gegenstände bekannt. Zudem ist eine Tröpfcheninfektion (Tröpfchen entstehen während des Erbrechens) möglich. Deshalb empfehlen Fachleute neben der Desinfektion der Flächen, mit denen der Erkrankte in Berührung kommt, vor allem die konsequente Händedesinfektion bei der Pflege von Noroviren - Infizierten. Nicht alle Desinfektionsmittel wirken allerdings gegen Noroviren, ganz im Gegenteil, es gibt nur einige wenige, die nachgewiesen wirksam sind, darunter „antivirus Händedesinfektion“.
Übrigens, „Noroviren„ heißen so, weil sie zum ersten Mal in der Stadt Norwalk (Ohio; USA) nachgewiesen wurden. Deshalb hießen die Noroviren ursprünglich auch Norwalk Virus. Unter dem Namen Noroviren (früher Norwalk-like-Viren) werden jetzt alle bisher identifizierten Varianten, die ebenfalls nach den Fundorten benannt wurden (z.B. Mexiko, Hawaii) zusammengefaßt.

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