Im normalen Sprachgebrauch versteht man unter „Hygiene“ das Waschen von schmutzigen Händen und unter einem „hygienischen Haushalt“ dass alles blitzt und glänzt. Hygieneprodukte sind dann oft nur ein andere Ausdruck für Körperpflegeprodukte, die dazu dienen, den Körper sauber zu halten. Der eine oder andere mag daher auch unter Hygieneprodukte Reinigungsmittel für den Haushalt, insbesondere Bad und Toilette verstehen. Dabei sind Hygieneprodukte etwas ganz anderes und viel mehr:
“Hygiene“ kommt aus dem Griechischen. „Hygiea“ nannte man die Göttin der Gesundheit. Und unter Hygiene versteht man die Lehre von der Verhütung von Krankheiten bzw. der Förderung von Gesundheit. Hygieneprodukte sind also Produkte, die z.B. verhindern, dass man sich ansteckt. Das sind in erster Linie Desinfektionsmittel. Natürlich kann auch das Waschen der Hände eine Ansteckung verhindern. Aber nicht sicher genug, und außerdem verteilt man die Keime mit den Wassertröpfchen in der Umgebung des Waschbeckens. Deshalb würde ein Arzt eine Seife heute wohl kaum mehr als ein Hygieneprodukt bezeichnen. Desinfektionsmittel sind wissenschaftlich getestet und es ist genau festgelegt, wie viel man davon braucht und wie lange es einwirken muss, damit krankheitserregende Bakterien, Viren und andere gefährliche Mikroorganismen sicher abgetötet sind.
Mit dem Wort „Hygieneprodukte“ sollte man also vorsichtig umgehen und uns immer daran erinnern, dass das Waschen der Hände noch nicht hygienisches Verhalten ist.

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